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Der Brexit und das Online-Glücksspiel

Nachrichten, Politik

Die Online-Glücksspielindustrie wird von den weitreichenden Folgen des Brexit nicht verschont bleiben; Spin Palace BlogQuellen: Pixabay

Der häufig als Brexit bezeichnete Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union wurde offiziell am 31. Januar 2020 ratifiziert. Sobald die zum 31. Dezember 2020 angesetzte Übergangsfrist abgelaufen ist, wird das Vereinigte Königreich nicht mehr zur EU gehören. Mittlerweile sind sich Experten darüber einig, dass sich der Brexit nicht nur auf Großbritanniens Wirtschaft auswirken, sondern Folgen für den gesamten europäischen Wirtschaftsraum haben wird. Betreiber von Online-Casinos verfolgen gespannt, wie sich der Austritt auf die Welt des Online-Glücksspiels auswirken wird. Schließlich ist das Vereinigte Königreich Heimat des größten Markts für Online-Glücksspiele in Europa, der mit 25 Milliarden US-Dollar die Hälfte des internationalen Umsatzes dieser Branche ausmacht (unter Berücksichtigung der Umsätze aus Wettbüros, Sportwetten und Online-Casinos).

Gesetzesänderungen und die Auswirkungen des Brexit auf das Online-Glücksspiel

Mit den Gesetzesänderungen wird es die ersten spürbaren Veränderungen geben. Zurzeit werden entsprechende Gesetze, die der Regulierung der Glücksspielbranche dienen, nicht zentral von der EU, sondern von den einzelnen Staaten verabschiedet. Die Spielkommission des Vereinigten Königreichs (UK Gambling Comission) gilt als der Goldstandard unter den Regulierungsinstanzen des Online-Glücksspiels und wurde 2005 mithilfe des “Gambling Act” ins Leben gerufen. Auch wenn die Auswirkungen des Brexit auf das Online-Glücksspiel europaweit Konsequenzen haben werden, wird vor allem die Glücksspielbranche im Vereinigten Königreich selbst betroffen sein.

Zu Beginn werden die zahlreichen Wettbüros, Online-Casinos und Software-Schmieden, die ihren Sitz auf den drei Überseegebieten Isle of Man, Gibraltar und Alderney haben, mit sofortiger Wirkung den Anschluss zum EU-Markt, und damit die Kaufkraft von 500 Millionen Menschen, verlieren. Ist der freie Austausch von Kapital, Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräften durch den europäischen Binnenmarkt nicht mehr gewährleistet, werden außerdem europäische Unternehmen mit Glücksspiellizenzen, die von der EU ausgestellt wurden, nicht mehr im Vereinigten Königreichs geschäftlich tätig sein können. Dennoch werden sich viele dort ansässige Betreiber gegen einen Standortwechsel entscheiden, da sie zurzeit die Vorteile einer geringen Besteuerung zwischen 0,1 % und 1,5 % genießen.

Eine gute Alternative für einen Standortwechsel stellt Malta dar. Die Online-Glücksspielbranche befindet sich dort im ungebremsten Aufschwung, jedoch verlangt Vorschrift 10 der Bestimmungen der maltesischen Glücksspielbehörde (MGA), dass die Betreiber ihren Sitz innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums haben müssen.

Die Kosten einer Lizenz beginnen bei 25.000 €, der Körperschaftssteuersatz liegt bei 35 %, und zusätzlich verlangt die MGA eine Glückspielsteuer von 5 %, die auf Einnahmen erhoben wird, die auf maltesische Kunden zurückzuführen sind. Außerdem würde eine alleinige Niederlassung in Malta bedeuten, dass die Betreiber von Online-Casinos fürs Handy, nicht am profitablen britischen Markt teilnehmen könnten.

Der einzige Ausweg, um diese Limitierung zu umgehen, ist die Gründung von Tochtergesellschaften im Vereinigten Königreich und der EU, was erhebliche Kosten mit sich bringt. Jedoch ist nur so gewährleistet, dass die Kasinobetreiber ohne Einschränkungen wie gewohnt operieren können. Viele Unternehmen sind diesen Schritt bereits gegangen und haben vorsorglich ihre Unternehmensstruktur angepasst. So haben bereits im Jahr 2019 Bet365 und William Hill, die beide einen Standort in Gibraltar haben, einen weiteren Standort auf Malta eröffnet.

Bis jetzt gibt es noch keine Anzeichen dafür, dass die durch den Brexit verursachten Mehrkosten auf die Verbraucher verlagert werden; Spiin Palace BlogQuellen: Pixabay

Auch die anderen EU-Mitgliedsstaaten werden sich an die Folgen des Brexit anpassen müssen und früher oder später dazu gezwungen sehen, ihre Gesetze zu ändern. Ein Ansturm an Lizenzanträgen ist unausweichlich. Hat man sich in Italien seit drei Jahren aus der Branche herausgehalten, werden nun wieder neue Glücksspiellizenzen vergeben. Jedoch sind gerade für Neueinsteiger die Auflagen sehr streng. Hat ein Betreiber noch keine Lizenz oder Einnahmen von weniger als 1,5 Millionen Euro erzielt, muss er eine Bankbürgschaft in gleicher Höhe vorlegen können. Zusätzlich beträgt allein die Anmeldegebühr 200.000 Euro!

Probleme geeignetes Personal zu finden

Fast 60 % der Mitarbeiter der Glücksspielbranche in Gibraltar kommen aus Spanien. Bisher waren sie problemlos in der Lage, täglich zu ihrer Arbeitsstelle in Gibraltar zu pendeln. Mit dem Brexit müssen sie sich aufgrund neuer Regulierungen zur Einwanderungspolitik Sorgen darum machen, ob sie eine Arbeitserlaubnis bekommen oder nicht. Dies wird die Betreiber von Online-Casinos fürs Handy vor neue Herausforderungen stellen, was das Personal angeht, es sei denn sie erklären sich dazu bereit, die Kosten für den Umzug auf die Insel ihrer bereits geschulten Mitarbeiter zu übernehmen.

Geldwäscherei und Betrug

Der Brexit wird Anbieter von Sportwetten, Buchmacher und Kasinobetreiber vor neue Herausforderungen im Umgang mit Geldquellen stellen, um Geldwäsche zu verhindern. Die geopolitischen Grenzen führen dazu, dass sich eine hohe Anzahl an Kunden außerhalb des Rechtsraums des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) der EU oder der Bank of England des Vereinigten Königreichs befindet.

Fazit

Zurzeit ist vom Brexit noch nicht viel zu spüren, jedoch wird sich das ändern, sobald die ersten umfassenden Gesetzesänderungen verabschiedet werden. Dann wird es vor allem die Betreiber und Geschäftsinhaber treffen, die Kunden werden von den Veränderungen kaum etwas merken.

Des Weiteren besteht unter den Betroffenen Angst darüber, dass der Brexit sich für das Vereinigte Königreich als Erfolg herausstellt. Dies würde unweigerlich dazu führen, dass immer mehr Länder aus der EU austreten, was zu einer größeren Aufteilung der Online-Glücksspielbranche, strengeren Vorschriften und höheren Betriebskosten führen würde.

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