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Das Hochladen Ihres Bewusstseins auf den Computer

Kann man Ihr Gehirn hochladen?Quella: Pixabay.com

Transhumanismus ist keine neue Idee. Der Glaube, dass sich der Mensch über die gegenwärtigen geistigen und körperlichen Grenzen hinaus entwickeln kann, wird seit vielen Jahren von Science-Fiction-Autoren thematisiert. Auch die Kryonik, den Prozess des Tiefkühlens von Verstorbenen, gibt es schon seit geraumer Zeit. Jetzt beschäftigt sich das Start-up-Unternehmen Nectome mit diesen beiden Themen.

Wie fantastisch wäre es, wenn wir unseren Geist für immer bewahren könnten? Wir könnten wertvolle Erinnerungen bewahren, wie den Nervenkitzel beim Sieg, eine große Auszahlung am Spielautomaten oder wie wir zum ersten Mal unser Kind gehalten haben. Empfindungen wie sanfter Regen auf der Haut oder der Geruch einer Blume könnten uns so ebenfalls in Erinnerung bleiben. Und natürlich könnten so Wissen und Weisheit der größten Denker verewigt werden. Stellen Sie sich vor, der Verstand von Einstein oder Stephen Hawking wäre uns für immer erhalten geblieben.

Das Beispiel Hawking ist besonders geeignet für eine Diskussion über Nectome. Das Unternehmen, das bereits eine Million US-Dollar an Kapital eingesammelt hat, hat sich zum Ziel gesetzt, Gehirne zu erhalten. Mitbegründer Robert McIntyre hat eine Methode entwickelt, die die Einbalsamierung mit der Kryonik kombiniert. Bisher haben er und sein Nectome-Partner Michael McCanna das Gehirn eines Schweins, eines Kaninchens und einer älteren Frau erfolgreich konserviert.

Ein technologischer Ansatz zum ewigen Leben

Was ist der nächste Schritt, nachdem die Gehirne erfolgreich eingelegt wurden? Die Probleme des Abbaus von Gehirn und Körper werden durch die endgültige Vision von Nectome ganz praktisch umgangen. Obwohl es noch nicht möglich ist, glauben McIntyre und McCanna, dass die Technologie zur Umwandlung des menschlichen Geistes in eine Computersimulation nicht mehr weit entfernt ist. Von dort aus kann er auf einen Datenserver hochgeladen und für immer aufbewahrt werden.

Um es mit den Worten des prominenten Neurowissenschaftlers Ken Hayworth zu sagen: „Wenn das Gehirn tot ist, ist es so, als wäre Ihr Computer ausgeschaltet, aber das bedeutet nicht, dass die Informationen nicht da sind.“ Nectome leitet seinen Namen von „Konnektom“ ab, dem Wort für das Netz der Synapsen, die Neuronen in jedem Gehirn verbinden. Genau das möchten die Gründer digital reproduzieren, hochladen und teilen.

Gehirnneuronen bei der ArbeitQuellen: Pixabay.com

Probleme mit Nectome

Viele Vordenker glauben, dass das Hochladen des menschlichen Bewusstseins auf einen Cloudspeicher noch geschehen wird, wenn sie leben, aber andere sind davon nicht überzeugt. Das Konnektom eines winzigen Wurms namens Caenorhabditis Elegans ist seit mehr als zehn Jahren bekannt, aber noch nicht „hochladbar“. Und dieses Konnektom besteht aus nur 7.000 Synapsen, wohingegen das menschliche Gehirn über einige Billionen verfügt.

Anders Sandberg vom Future of Humanity Institute der Universität Oxford fügt hinzu, dass alle Informationen im Internet heute in nur 283.000 menschlichen Gehirnverbindungen gespeichert werden könnten. Darüber hinaus könnte das Immaterielle, was den menschlichen Geist oder das menschliche Gewissen ausmacht, den Upload sehr wahrscheinlich nicht überleben. Die Menschen stellen sich auch die philosophische Frage, ob dies überhaupt wünschenswert wäre.

Was auch immer Sie glauben mögen, der Tag, an dem Sie Ihre Erinnerungen an Ihren ersten Sportwettbewerb, Ihren ersten Kuss, Ihre Heirat oder etwas anderes hochladen können, steht noch in den Sternen. Im Moment kann Nectome die Gehirne für den Zeitpunkt in der Zukunft bewahren, wenn Uploads möglich sind, aber das Unternehmen kann diese noch nicht durchführen.

Doch auch wenn die Website diese Realität viel näher erscheinen lässt als sie eigentlich ist, weckt Nectome großes Interesse. Es wurde eine Warteliste für den Zeitpunkt gestartet, an dem die Technologie den Bürgern zur Verfügung steht, wobei jeder Platz 10.000 US-Dollar kostet. Jeder, der sich darauf einlässt, muss auch eingeschläfert werden, denn das Gehirn muss so schnell wie möglich nach dem Tod konserviert werden, um eine Zersetzung zu verhindern. Aus diesem Grund werden die nächsten Studien für Nectome mit todkranken Patienten durchgeführt.

Das Unternehmen glaubt, dass es in Staaten wie Kalifornien, wo der ärztlich unterstützte Selbstmord legal ist, rechtlich abgesichert ist. Da das Verfahren zu „100 % tödlich“ ist, könnte es Probleme bei denjenigen geben, die nicht unheilbar krank sind oder sich in anderen Teilen der Welt befinden. Die rechtlichen Fragen sind also ebenso spannend wie die wissenschaftlichen und philosophischen Fragen rund um Nectome.

Quellen:

https://www.technologyreview.com/s/610456/a-startup-is-pitching-a-mind-uploading-service-that-is-100-percent-fatal/

https://www.bloomberg.com/view/articles/2018-03-19/use-your-brain-artificial-intelligence-isn-t-close-to-replacing-it

https://techcrunch.com/2018/03/13/nectome/

https://www.digitaltrends.com/cool-tech/nectome-brain-embalm-mind-uploading/

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