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Der DFB und sein Fünfjahresplan

Oliver BierhoffSource: Wikimedia

Die deutsche Fußballnationalmannschaft besteht aus deutlich mehr als den elf Spielern, die in den Länderspielen auf dem Platz stehen. Unter anderem arbeiten beim DFB zahlreiche Personen hinter den Kulissen an langfristigen Strategien. Diese Strategien zielen vor allem darauf ab, die Mechanismen rund um die Nationalmannschaft zu optimieren. Einen solchen langfristigen Plan präsentierte der Direktor der Nationalmannschaft und der DFB-Akademie, Oliver Bierhoff, kürzlich der Öffentlichkeit. Getauft wurde dieses Strategiepapier auf den bedeutungsvollen Namen „Fünfjahresplan“.

Die aktuelle Situation der Nationalmannschaft

Nationalmannschaften werden vor allem an den Erfolgen auf größeren Turnieren gemessen. Für die starken Länder, zu denen ohne Zweifel auch Deutschland gehört, zählen insbesondere Titel. Dementsprechend ist die aktuelle Messlatte das Abschneiden bei der Weltmeisterschaft 2018, die in Russland stattfand. In der Gruppenphase traf die deutsche Elf auf Schweden, Mexiko und Südkorea. Viele Experten bewerteten die Gruppe als vergleichsweise einfach. Dementsprechend war ein Weiterkommen für die meisten Beobachter fest eingeplant. Im Ergebnis wurde die deutsche Mannschaft jedoch Gruppenletzter und verpasst somit jegliche Ziele bei der Weltmeisterschaft. Der 0:1 Auftaktniederlage folgte ein knapper 2:1-Arbeitssieg gegen Schweden, bevor es im letzten Gruppenspiel gegen das Ausscheiden ging. Gegen die auf dem Papier als Außenseiter angetretenen Südkoreaner unterlag die DFB-Elf jedoch relativ klar mit 0:2 und musste den verfrühten Nachhauseweg antreten. Das schlechte Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2018 kam für Fans und Funktionäre sehr überraschend. Wer hingegen bei den Buchmachern auf ein Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft gewettet hatte, durfte sich sicherlich über stattliche Quoten freuen. Weniger risikoreich als solche Sportwetten Tipps dürften die meisten Casino Spiele sein.

Im Vorfeld der WM sorgte die souveräne Qualifikation zur Weltmeisterschaft für Euphorie bei den Anhängern. Aus den zehn Qualifikationsspielen, die zwischen September 2016 und Oktober 2017 stattfanden, ging die deutsche Nationalmannschaft immer siegreich hervor und qualifizierte sich somit als erstes Team für die WM-Endrunde. Die aktuelle Nationalmannschaft, die in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 einsteigt, ist weitestgehend unverändert. Nur Mesut Özil kündigte seinen Rücktritt aus der Mannschaft an. Auch Bundestrainer Joachim Löw ist weiterhin im Amt und will die Mannschaft mindestens bis zur Weltmeisterschaft 2022 in Katar betreuen.

**Der Tiefpunkt der jüngeren Geschichte: **Die EM 2000

Eine ähnliche Schlappe wie bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland musste das DFB-Team im Jahre 2000 hinnehmen. Bei der damaligen Europameisterschaft in Belgien und den Niederlanden scheiterte die Nationalmannschaft ebenfalls in der Vorrunde. Mit nur einem Unentschieden und zwei Niederlagen fiel das Resultat sogar noch katastrophaler aus. Damals spielte Deutschland zum Auftakt 1:1 gegen Rumänien, unterlag dann England denkbar knapp mit 0:1 und wurde zum Abschluss von Portugal 0:3 geschlagen, wobei Sérgio Conceição mit drei Toren der Matchwinner war. Trainer zu diesem Zeitpunkt war Erich Ribbeck, der jedoch nur einen Tag nach dem Ausscheiden zurücktrat. Das Traineramt übernahm Rudi Völler, der diese Position für die nächsten vier Jahre behalten sollte. Seine Amtszeit war von Höhen und Tiefen geprägt. Bei der WM 2002 kam Deutschland zum Beispiel ins Finale, wo Brasilien wartete. Den Turniersieg konnte man jedoch nicht erringen, da Brasilien dank eines starken Ronaldo mit 2:0 als Sieger vom Platz ging. Die erneut schwache Europameisterschaft 2004, die in Portugal ausgetragen wurde, beendete dann die Amtszeit von Rudi Völler. Erneut schied die deutsche Mannschaft nach der Vorrunde aus und belegte wieder den letzten Tabellenplatz der Gruppe. Zum Auftakt des Turniers traf man auf die Niederlande. Das Spiel ging 1:1 aus, wobei Torsten Frings der Führungstreffer gelang. Gegen Lettland kam es zu einem enttäuschenden 0:0 und im entscheidenden Spiel unterlag die DFB-Mannschaft Tschechien mit 1:2.

Der Umbruch im Jahre 2004

Nach der Europameisterschaft 2004 standen die Nationalmannschaft sowie der DFB vor einem Umbruch. Um für die Zukunft eine erfolgreiche Mannschaft aufstellen zu können, wurde eigens eine Trainerfindungskommission ins Leben gerufen. Das Ergebnis war, dass man Jürgen Klinsmann als neuen Trainer präsentierte. Co-Trainer wurde Joachim Löw, der später das Haupttraineramt von Klinsmann übernehmen sollte. Mit dieser Entscheidung begann im Prinzip die Ära Löw. Doch nicht nur auf der Trainerposition kam es im Spätsommer 2004 zu einer großen Veränderung. Unter dem neuen Trainerteam kam es zunächst zu einem Umbruch in der Mannschaft. Spieler wie Jens Jeremies wurden nicht mehr berücksichtigt oder traten zurück. Gleichzeitig predigten Klinsmann und Löw auch eine neue Philosophie, die sich vor allem abseits des Platzes bemerkbar machte. Unter anderem forderte Klinsmann, dass die Entscheidungsträger rund um die Mannschaft mehr Kompetenz benötigen und näher am Thema Fußball sind. Dies führte unter anderem dazu, dass Oliver Bierhoff die neu geschaffene Position des Teammanagers der Nationalmannschaft besetzte. Bei der Heim-WM im Jahre 2006 erlebte Deutschland ein kleines Fußballwunder. Im Gegensatz zu den vorherigen Turnieren wurden die Erfolgsaussichten eher niedrig eingeschätzt. Vor allem die letzten Testspielergebnisse vor der Weltmeisterschaft dämpften die Erwartungen von Fans und Experten. Die Mannschaft steigerte sich jedoch von Spiel zu Spiel und schaffte es in das Spiel um Platz drei gegen Portugal. Dieses konnte die DFB-Elf mit 3:1 für sich entscheiden.

Joachim LöwSource: Wikimedia

Dies waren die ersten Resultate aus den Veränderungen, die das Trainerteam um Jürgen Klinsmann sowie die weiteren Entscheidungsträger beim DFB nach 2004 einführten. Endgültig in der Spitze des Weltfußballs kam Deutschland 2014 an. Nachdem man bei der WM 2010 in Südafrika erneut Dritter wurde und bei der EM 2012 in der Ukraine und Polen im Halbfinale an Italien gescheitert war, erreichte das DFB-Team erstmals wieder ein Finale. Dort traf Deutschland auf Argentinien. Vorher schaltete die Nationalmannschaft im Halbfinale den Gastgeber Brasilien spektakulär mit 7:1 aus. Das Finale verlief zwar knapper, dennoch ging Deutschland nach der Verlängerung mit 1:0 siegreich vom Platz und errang somit erstmals nach 1990 wieder einen Weltmeistertitel.

Warum sieht der DFB aktuell Handlungsbedarf?

Die Zeichen stehen ähnlich wie bei der letzten Schwächephase der DFB-Elf um die Jahrtausendwende. Ein sehr schwaches Turnier beendete eine Stärkephase der Nationalmannschaft. Der DFB möchte verhindern, dass die deutsche Nationalmannschaft eine ähnliche Zeit der Stagnation durchmacht wie zwischen 2000 und 2006. Dieser negativen Entwicklung soll frühzeitig entgegengewirkt werden. Somit möchte der DFB bei den nächsten großen Turnieren wettbewerbsfähig sein. Die nächste Weltmeisterschaft findet im Jahre 2022 in Katar statt. Vorher messen sich die besten Nationalmannschaften Europas bei der EM im Jahre 2020. Das große Ziel des aktuellen Fünfjahresplanes ist es jedoch, bestens für die Europameisterschaft im Jahre 2024 gerüstet zu sein. Bei diesem Turnier will der DFB als Titelaspirant mitspielen.

Was steht im neuen Fünfjahresplan?

Das von Oliver Bierhoff präsentiere Strategiepapier konzentriert sich vor allem auf Mechanismen rund um die eigentliche Mannschaft. Die fünf aufgelisteten Punkte sind:

  1. Innovative Wege im Kinder- und Jugendbereich
  2. Spiel- und Wettkampfnormen
  3. Bolzplatz-Mentalität
  4. Trainerausbildung
  5. Verzahnung mit der Bundesliga Das Hauptziel dieser Punkte ist es, die A-Nationalmannschaft erfolgreich zu machen. Eine der konkreten Maßnahmen für die Umsetzung dieser Strategie soll die DFB-Akademie sein. Diese wird aktuell in Frankfurt am Main errichtet und soll im Herbst 2021 ihren Betrieb aufnehmen. Die Akademie soll den Ausbildungsstand der Trainer verbessern. Hiervon soll jedoch nicht nur die A-Nationalmannschaft profitieren. Explizit erwähnte Oliver Bierhoff auch, dass die Trainerarbeit in allen Bereichen des DFB verbessert werden soll. Dies bezieht zum Beispiel alle Jugendteams und auch die Frauennationalmannschaft mit ein.

Speziell für den Nachwuchs hat der Teammanager der Nationalmannschaft ebenfalls spezifische Ideen. So sollen für die Jugendteams neuartige und innovative Normen geschaffen werden. Dies beinhaltet veränderte Spielkonzepte und eine Besinnung auf alte Werte, was Bierhoff als „Bolzplatz-Mentalität“ bezeichnete. Auf diese Weise soll der Nachwuchs besser auf den Schritt in den Erwachsenenbereich vorbereitet werden. Damit nicht genug sollen auch die Bundesligateams enger eingebunden werden. So sollen gleiche Standards geschaffen werden, was Trainingsmaßnahmen und den Ausbildungsstand der Trainer betrifft.

FC Bayern München ServicecenterSource: Wikimedia

In der jüngeren Vergangenheit haben auch die Bundesligamannschaften im internationalen Vergleich nachgelassen. Den letzten Erfolg in der prestigeträchtigen Champions League konnte eine deutsche Mannschaft in der Saison 2012/2013 verbuchen. Die letzten fünf Titel gingen ausnahmslos an spanische Vereine. Auch in der Fünfjahreswertung der UEFA verliert Deutschland Punkte. Diese Wertung bestimmt, wie viele Startplätze Mannschaften in den internationalen Wettbewerben, also der Champions League und der Europa League, erhalten. Aktuell liegt Deutschland mit 70.641 Punkten auf dem vierten Rang. In der letzten Saison konnten jedoch die Länder auf den Plätzen fünf und sechs, Frankreich und Russland, Punkte gut machen, da die Vereine aus diesen Ländern international erfolgreicher waren.

Mit diesen Maßnahmen möchte der DFB die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft sicherstellen. Vor allem die nachfolgende Generation soll auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet werden, sodass die A-Nationalmannschaft bei der EM 2024 mit den besten Teams der Welt mithalten kann. Ob diese Maßnahmen alle greifen und darüber hinaus erfolgreich sind, ist aktuell noch nicht vorherzusehen. Selbst Bierhoff weiß, dass solche Veränderungen im Hintergrund, wenn überhaupt, langfristig zu Verbesserungen führen. Bei einem Workshop in Frankfurt, auf dem die Pläne vorgestellt wurden, sagte der Teammanager, dass er davon ausgeht, dass die deutsche Nationalmannschaft in fünf oder sechs Jahren wieder zur absoluten Weltspitze im Fußball gehört. Dies hoffen natürlich auch die Fans der deutschen Fußballnationalmannschaft. Die Hoffnungen, bei den nächsten Turnieren einen Titel zu gewinnen, steigen mit solchen optimistischen Aussagen. Besonders gespannt sind die Anhänger wahrscheinlich auf die Europameisterschaft im Jahr 2024.

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