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Die Talfahrt der Musikindustrie ist beendet

Goodbye Plattenspieler: Spotify passt in jedes SmartphoneQuellen: Pixabay

Die vergangenen zwei Jahrzehnte waren eine harte Zeit für die Musikbranche. Plattenfirmen klagten über Umsatzeinbrüche, Kreative über sinkende Budgets, und Fans über den Vorwurf, ihre Lieblingskünstler zu bestehlen. Wie aktuelle Zahlen belegen, ist die Branche wieder im Aufwind. Der Grund sind ausgerechnet jene, die einst als Totengräber der Musikindustrie angeprangert wurden: Streamingdienste – ganz voran Spotify. Wie kann das sein? Oder haben die Plattenfirmen doch heimlich im Online-Casino den Jackpot geknackt?

Der (vermeintliche) Untergang der Musikindustrie

Totgesagte leben länger – eine Erkenntnis, die auch für Plattenfirmen gilt. Es ist noch nicht lange her, da galten sie als Auslaufmodell. Noch schlimmer: als Großunternehmen, die sich ihr eigenes Grab geschaufelt hatten, als sie die Digitalisierung der Musik ermöglichten. Dabei trat zuerst das Gegenteil ein: CD-Player galten als Statussymbole. Wer etwas auf sich hielt, lauschte den Klängen der nun digitalen Musik.

Für die Plattenfirmen rechnete es sich doppelt: Die meisten Musikfans zogen los, um sich ihre alten Lieblings-Schallplatten auch auf CD zu kaufen. Das Ergebnis waren traumhafte Umsätze. Leider hielt die Freude nicht lange: Digitale Dateien lassen sich verlustfrei kopieren. Warum ein Album kaufen, wenn der Bruder es schon hat, und gratis auf einen CD-Rohling brennt? Es war der Beginn einer Talfahrt, die jetzt ein (vorläufiges?) Ende gefunden hat.

Zahlen und Fakten

1999 nahm die Musikindustrie weltweit 25 Milliarden Dollar ein. Bis 2014 sanken diese Zahlen kontinuierlich. 2014 war mit 14 Milliarden Dollar der Tiefpunkt erreicht. Das ist ein Umsatzrückgang von fast 50 Prozent. Die Gründe dafür sind vielfältig. So kostet ein digitales Album auf Amazon oder iTunes rund 8 Euro – deutlich weniger als einst eine CD. Sogar gleichbleibende Verkaufszahlen hätten also einen Umsatzeinbruch herbeigeführt.

In Deutschland führen CDs noch die Verkaufslisten an. Im Jahr 2017 generierten die Silberscheiben 720 Millionen Euro Umsatz. Vinyl-Alben erleben derzeit ein Comeback, fallen aber mit 73 Millionen Euro Umsatz vergleichsweise unbedeutend aus. Auffällig ist der Wandel von (bezahlten) Downloads zum Streaming: So gaben die Deutschen 2017 nur noch 157 Millionen Euro für Downloads aus, während sie 549 Millionen bei den Streaminganbietern ließen.

Wieso steigen die Umsätze wieder?

Verantwortlich für das Ende der Talfahrt sind die Streamingportale. Hier erweist sich Spotify als Klassenprimus: Alleine in diesem Jahr ist der Quartalsumsatz um ein Drittel gestiegen. Spotify hat aktuell 87 Millionen Kunden. Auf dem zweiten Platz liegt Apple mit 50 Millionen Abonnenten. Dies alleine erklärt aber nicht den Zuwachs. Immerhin verdient die Musikindustrie hier weniger als bei bezahlten Downloads. Ein zweiter Blick bringt die Antwort:

Streaming bringt dauerhafte Umsätze

Wenn ein Kunde einen Song als Download kauft, verdienen die Rechteinhaber rund 60 Cent. Wird der Song hingegen gestreamt, ist es weniger als ein Cent. Allerdings werden Songs nicht nur einmal angehört: Somit entsteht eine dauerhafte Einkommensquelle. Nehmen wir als Beispiel die Gruppe Queen: Ihre Geschichte war jüngst Gegenstand eines Kinofilms. Früher hätten viele Kinogänger ihre alten Queen-Alben wieder hervorgeholt. Sie hätten Stücke wie „We will rock you“ angehört und dabei an alte Zeiten gedacht.

Heutzutage loggen sich die meisten dieser Leute bei Spotify, Apple Music oder Amazon Prime ein, um die Songs dort anzuhören. Das erneute Anhören alter Queen-Alben bringt den Plattenfirmen kein Geld. Die LP oder CD wurde schon vor Jahren bezahlt. Dank der Streamingportale verdienen sie nun jedes Mal Geld, wenn ein Song angehört wird.

Streaming ersetzt zunehmend das Radio

Playlisten sind das Radio der Neuzeit. Es ist eine Sammlung von Stücken, die alle unter einem Motto stehen. Dies kann „die beste Rockabilly-Songs“ lauten, aber auch „Songs für Bars“. Wenn Sie heute in eine Kneipe gehen, stehen die Chancen hoch, dass die Musik im Hintergrund von Spotify, Deezer, Tidal oder Apple Music stammt.

Es geht wieder aufwärtsQuellen: Pixabay

Wie sieht es für die Kreativen aus?

Ein häufiger Kritikpunkt ist, dass Künstler zu wenig von den Einnahmen der Streamingplattformen erhalten. Ein näherer Blick zeigt, dass dies nicht die Schuld von Spotify und Co ist. Das Problem ist vielmehr, wie die Auszahlungen verteilt werden. Spotify überweist Geld an die Quelle, die dort Musik einstellt. In der Regel sind dies die Plattenfirmen. Ihnen obliegt es, die Einnahmen fair zu verteilen.

Leider ist dies nicht immer der Fall. So herrscht mancherorts noch ein Verteilungsplan, der aus den Zeiten der Langspielplatten und CDs stammt. Diese mussten aufwendig hergestellt, verschickt und zwischengelagert werden. Die damit verbundenen Kosten trugen die Plattenfirmen. Entsprechend beanspruchten sie einen großen Anteil der Einnahmen für sich. Im Streaming-Zeitalter sieht dies anders aus: Es reicht, eine MP3-Datei hochzuladen, die dann immer wieder abgespielt wird. Bands und Solokünstler fordern deshalb eine höhere Beteiligung an den Umsätzen.

Wird der Umschwung Karrieren beflügeln?

Die Umsatzrückgänge der vergangenen Jahrzehnte haben dazu geführt, dass Plattenfirmen verstärkt auf Sicherheit gesetzt haben. Obwohl dies verständlich ist, reduziert es auch die Chancen auf neue Umsatzbringer. So haben Legenden wie Bon Jovi oder Bruce Springsteen mehrere Alben gebraucht, um zum Durchbruch zu gelangen. Eine Politik, die jegliches Risiko vermeiden will, gibt Künstlern aber nicht viel Zeit, um erfolgreich zu werden. Es bleibt zu hoffen, dass „Hopp oder Topp“ mit den zurückkehrenden Umsätzen der Vergangenheit angehört. Auf Dauer würden alle davon profitieren: Musiker, Streamingportale, Fans und auch die Plattenfirmen.

 

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