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Traditionsclubs im Niemandsland Regionalliga

Fans von Waldhof Mannheim vor dem Aufstiegsspiel 2018Quellen: Cryptorebel

An der Spitze des deutschen Fußballs liefern sich Borussia Dortmund und der FC Bayern München spannende Fernduelle, dahinter kämpfen Clubs wie Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen um die Qualifikation für die Champions League. Jeder dieser Vereine kann problemlos 20 Millionen Euro und noch viel mehr für einen Spieler ausgeben. Von solchen Summen träumen allerdings die Clubs, die sich in den unteren Ligen befinden – auch wenn ihr Name noch so klangvoll ist.

Fehlende Aufmerksamkeit

Zur Saison 2008/2009 wurde die 3. Liga als neues Bindeglied zwischen der zweiten Bundesliga und den Regionalligen eingerichtet. Letztere verlor dadurch noch mehr ihrer ohnehin schon recht begrenzten Relevanz. Bis 1974 war die Regionalliga noch die höchste Spielklasse unterhalb der Bundesliga. Nach ihrer Abschaffung wurde sie 1994 neu gegründet, diesmal als 3. Liga unter der 2. Bundesliga. Seit der Einführung der 3. Liga stellt die Regionalliga nun die oberste Amateurklasse im deutschen Fußball dar. Als solche soll sie eigentlich die oberste Stufe auf dem Weg in den bezahlten Fußball sein. Die Realität sieht jedoch anders aus. Das Interesse der Öffentlichkeit an der 4. Liga hält sich stark in Grenzen, was auch daran liegt, dass ihr keine Bühne geboten wird. Im Fernsehen sind nur äußerst selten Spielszenen aus der Regionalliga zu sehen, und nur wenige Wettanbieter haben Online Sportwetten für diese Spielklasse im Programm. Dabei befinden sich attraktive Clubs in der Regionalliga – zumindest den Namen nach. In der Südwest-Staffel spielen mit dem SV Waldhof Mannheim, den Kickers Offenbach und dem SSV Ulm zum Beispiel gleich drei ehemalige Bundesligisten. Auch in der Regionalliga West tummeln sich mehrere Traditionsclubs. Unter anderem sind dort die SG Wattenscheid 09, der Wuppertaler SV, Rot-Weiß Essen und Alemannia Aachen vertreten. Dazu kommen in jeder der fünf Staffeln noch die Zweitvertretungen von Profimannschaften wie Borussia Dortmund, Bayern München, Werder Bremen und Hertha BSC. Während es den zweiten Mannschaften relativ egal sein dürfte, in welcher Liga sie spielen, haben die einst recht erfolgreichen Vereine ein großes Interesse daran, schnellstmöglich in den bezahlten Fußball zurückzukehren. Aus verschiedenen Gründen ist dies jedoch alles andere als einfach.

Das Dilemma mit dem Aufstieg

In einer unterklassigen Liga ist es üblich, dass zumindest die beste Mannschaft am Ende der Saison in die nächsthöhere Klasse aufsteigt. In der Regionalliga ist dies jedoch nicht der Fall. Bis zum Sommer 2018 schafften aus allen fünf Staffeln nur drei Teams den Sprung in die 3. Liga. Für die Aufstiegsrunde am Ende der Saison qualifizierten sich die fünf Meister der Staffeln sowie der zweitbeste Club der Regionalliga Südwest. Diese sechs Teilnehmer wurden einander in drei Paarungen zugelost, in Hin- und Rückspielen entschied sich, welches Team in die 3. Liga aufsteigen durfte. In der Saison 2017/2018 blieben auf diese Weise der 1. FC Saarbrücken und Weiche Flensburg auf der Strecke, obwohl sie in ihren jeweiligen Regionalliga-Staffeln (Südwest bzw. Nord) die punktbesten Mannschaften waren. Dass die Clubs diesen Modus als ungerecht empfanden, liegt auf der Hand. Schließlich konnte es gut passieren, dass sie ihre Liga dominieren und in der anschließenden Aufstiegsrunde am Sprung in den bezahlten Fußball scheitern. Deshalb arbeitet der DFB seit einiger Zeit fieberhaft daran, eine zufriedenstellende Lösung für den Aufstieg aus der Regionalliga zu finden.

Fans von Kickers OffenbachQuellen: Scrsn

Finanzieller Spagat

Die fehlende Planungssicherheit sorgt dafür, dass viele Clubs aus der Regionalliga über ihren Verhältnissen wirtschaften. Erst ab der 3. Liga werden die Vereine an den Erlösen für TV-Übertragungsrechte finanziell beteiligt. Immerhin knapp eine Million Euro beträgt die Summe, die jeder Drittligist aus dem Topf erhält. Um an diese heranzukommen und wieder eine Rolle im deutschen Fußball zu spielen, verpflichten viele Regionalligisten teure Spieler und verbessern die Infrastruktur ihrer Stadien. Wenn es mit dem Sprung in die 3. Liga dann doch nicht klappt, bleibt nur ein Schuldenberg – und die drohende Insolvenz. Beispiele für Regionalliga-Teams, die diesen Schritt gehen mussten, gibt es viele. Unter anderem waren bereits Hessen Kassel, Alemannia Aachen und Viktoria Berlin dazu gezwungen. Doch auch die Zugehörigkeit zur 3. Liga bedeutet nicht zwangsläufig die Rettung vor der finanziellen Schieflage, wie jüngst die Beispiele Rot-Weiß Erfurt und Chemnitzer FC gezeigt haben.

Wie es mit der Regionalliga weitergeht

Für die Saisons 2018/2019 und 2019/2020 hat der Deutsche Fußball-Bund eine Übergangslösung für den Aufstieg in die 3. Liga präsentiert. Sie sieht vor, dass drei der fünf Regionalliga-Meister direkt aufsteigen. In der Spielzeit 2018/2019 sind dies in jedem Fall die Meister der Staffeln Südwest und Nordost. Vor Beginn der Saison wurde zudem ausgelost, dass der Meister der Staffel West aufsteigen wird. Die Meister der Regionalligen Bayern und Nord spielen demzufolge in einem Play-off mit Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger in die 3. Liga aus. Damit steht dem DFB-Beschluss zufolge auch fest, dass die Staffeln Nord und Bayern sowie Südwest in der Saison 2019/2020 ihren Meister in die nächsthöhere Spielklasse schicken dürfen. Dann wird der vierte Aufsteiger zwischen den besten Teams aus dem Nordosten und dem Westen ermittelt. Zwar stellt diese Lösung eine Verbesserung gegenüber dem vorherigen Modus dar. Allerdings strebt der DFB an, die Anzahl der Regionalliga-Staffeln von fünf auf vier zu reduzieren und damit allen Meistern den direkten Aufstieg zu ermöglichen. Das Problem dabei ist, dass sich die regionalen Verbände bislang nicht darauf einigen konnten, wie die Zusammensetzung der vier neuen Regionalligen aussehen soll. Denn im schlimmsten Fall kann es passieren, dass der eine oder andere Traditionsclub anschließend sogar in der Fünftklassigkeit verschwindet.

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