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Diese Fußballclubs haben ihre Fans nicht verdient!

CL StadionQuelle: Pixabay

Fußball zählt zu den beliebtesten Sportarten der Erde. Seine Aushängeschilder sind einzelne Spieler, vor allem aber die Vereine. Clubs wie der FC Bayern oder Real Madrid besitzen eine Strahlkraft, die weit über das Stadion hinausreicht. Sie sind Leuchttürme in einem Sport, der für Werte wie Fairness und ehrliche Zweikämpfe steht. Sicher gibt es immer wieder mal Skandale: hier ein Spieler, der den Mittelfinger zeigt, dort ein Trainer, der bei einer Pressekonferenz austickt. Wirklich übel nimmt man ihnen diese Aussetzer nicht. Letztlich, so der allgemeine Konsens, sind auch Fußballprofis nur Menschen. Vor allem sind es Menschen, die regelmäßig Höchstleistungen erbringen müssen. Wenn Jogi Löw sich während des Spiels in die Hose greift und danach an den Fingern riecht, tut dies seinem Status als moralisches Vorbild keinen Abbruch. Er ist eben auch nur ein Mensch. Dennoch muss die Frage erlaubt sein, wo die Grenze liegt. Es scheint, dass manche Topvereine hier längst Maß und Ziel verloren haben.

Auf der anderen Seite stehen die Fans. Tatsächlich sind Fußballfans sehr loyale Menschen: Sie fahren bei Wind und Wetter zu den Spielen, feuern ihre Mannschaft an und feiern jeden Sieg mit. Kommt es zu Niederlagen, leiden die Fans mit ihrem Verein. Manchmal fallen tröstende Worte, ein anderes Mal sind Wut und Enttäuschung zu spüren. Dennoch würde ein wahrer Fußballfan seinem Verein niemals die Treue kündigen. Fast kommt einem der Vergleich zu den Rittern vergangener Tage in den Sinn. Auch diese waren ihren Königen treu, oft bis zum Tod. Allerdings sind wir nicht mehr im Mittelalter. Werte wie Treue und Loyalität stehen dem zu, der sie verdient. Sind die großen Clubs noch Aushängeschilder? Wie der folgende Text zeigt, ist dies teilweise zweifelhaft. Manche der Major Player haben ihre Fans einfach nicht verdient! Vielleicht sollten wir die jeweiligen Clubs nüchterner betrachten: als Großunternehmen, die rücksichtslos agieren, uns aber über Sportwetten attraktive Gewinne verschaffen können. Nicht weniger, aber auch nicht mehr!

Drei Freunde sollt Ihr sein?

Bayern MünchenQuelle: Pixabay

Ein Blick auf Spieler-Transfers der vergangenen Jahre belegt Auffälligkeiten zwischen dem FC Bayern, Juventus Turin und Real Madrid. Anbei ein paar Beispiele:

2014 wechselte Toni Kroos für einen lachhaften Preis von 25 Millionen Euro von Bayern in Richtung Madrid. Für viele Bayern-Fans war dies ein Schock. Immerhin: Die Trauer währte nicht lange, denn nur sechs Wochen später kam Xabi Alonso von Madrid nach München. Ein Zufall? Durchaus möglich – zumindest, wenn es dabei geblieben wäre. Dass die beiden Vereine gerne Freundschaftsspiele organisieren, deren Einnahmen den Clubs sicherlich nicht schaden, ist auch kein Beinbruch.

Wie ist es mit James Rodriguez, den die Spanier 2017 an die Bayern ausliehen? Selbstverständlich mit der Option auf einen Kauf. Oder Kingsley Coman und Mehdi Benatia, den Spielern, die sich die beiden Vereine ausliehen und dann kauften?

München ist aber nicht die einzige Anlaufstation der Spanier. So wurde Alvato Morata schon mehrmals hin- und hergereicht. Oder was ist mit Cristiano Ronaldo, dem jüngsten Fall von einem Spieler, der die „Transfer-Autobahn“ zwischen Spanien und Italien genommen hat? Ein genauer Blick auf die Transferhistorie seit 2014 erweckt den Eindruck, dass die drei Vereine sich regelmäßig Spieler zuschieben – manchmal auf Dauer, oft nur für kurze Zeit. Es erinnert an Freunde, die sich regelmäßig gegenseitig Rasenmäher, Zugtickets und Autos ausleihen, je nachdem, wer gerade etwas braucht. Manche erklären es damit, dass Top-Spieler eben nur zu Top-Vereinen wechseln. Aber in diesem Umfang und so oft auf Gegenseitigkeit? Und was ist mit anderen Top-Clubs wie Manchester United oder PSG? Offenbar hat die Freundschaft Grenzen, denn ihre Namen tauchen im bunten Spieler-Roulette so gut wie nie auf. Der Eindruck, dass hier neben den elf Freunden vor allem drei Freunde am Agieren sind, ist nicht von der Hand zu weisen.

**Der FC Barcelona **

FC BarcelonaQuelle: Pixabay

Barcelonas Fußballteam umweht ein legendenartiger Status. Sein Leitmotiv „Mehr als ein Fußballverein“ erweckt Assoziationen mit hohen Tugenden. Tatsächlich steht der Club für (gegenseitigen) Respekt sowie Fair Play und übt eine gesellschaftliche Vorbildfunktion aus. Ein Blick auf die interne Politik zeigt jedoch Kratzer am selbst auferlegten Image: Der Verein ist alles andere als zimperlich im Umgang mit anderen Clubs. Ein Musterbeispiel dafür ist der Transfer von Jean-Clair Todibo, den die Spanier aus Toulouse zu sich holten. Das Abwehrgenie wurde heimlich, still und leise nach Barcelona geholt. Tatsächlich erfuhr sein alter Verein aus der Zeitung von dem Transfer! Eine Ablösesumme wurde bis heute nicht überwiesen. Die Wut der Franzosen über den Vorgang ist mehr als gerechtfertigt. Möglich war dies alles, weil Todibo in Toulouse noch einen Amateur-Vertrag hatte. In solchen Fällen wird normalerweise ein vergleichsweise kleiner Betrag überwiesen – Geld, dass der FC Barcelona offensichtlich einsparen wollte. Rechtlich war dies einwandfrei. Dennoch hinterließ es einen bitteren Beigeschmack.

Deutlich drastischer lief es beim Transfer des Brasilianers Malcolm. Dieser spielte beim Girondins Bordeaux und sollte nach Rom wechseln. Die Formalitäten waren geklärt und die Ablösesumme akzeptiert. Malcolm war bereits im Flugzeug nach Rom unterwegs, als sein Telefon klingelte.

Auf der anderen Seite war der FC Barcelona, der offenbar großes Interesse an Malcolm hatte. Was genau gesprochen wurde, ist unbekannt. Die Auswirkungen des Telefonats waren jedenfalls kolossal: Die in Rom versammelten Fans warteten vergeblich, um ihr neues Idol am Flughafen zu begrüßen. Malcolm wechselte nach Barcelona und die italienische Fußballwelt kochte vor Wut. Roms Präsident James Pallotta bezeichnete das Verhalten des spanischen Clubs als unmoralisch und unethisch. Die Entschuldigung der Spanier ließ er nicht gelten.

Ebenso fragwürdig ist die Akte Ousmane Dembélé. Der Spieler war beim Borussia Dortmund unter Vertrag. Barcelona wollte ihn für sich haben. Als die Transferverhandlungen nicht so liefen wie erwartet (es gab Uneinigkeiten beim Preis), weigerte der Spieler sich einfach, zum Training zu erscheinen. Nach zwei Wochen gab Dortmund klein bei. Abgebende Vereine über streikende Spieler kleinzukochen ist in Spanien ein probates Mittel. Eine fragwürdige Methode bleibt es trotzdem.

Ausstieg aus der Bundesliga?

Seit Jahren kursieren Gerüchte über eine neue Superliga, welche die Champions League begraben würde. Die Initiatoren sind allerdings nicht Sportverbände: Es ist eine Gruppe von Topvereinen, die heimlich Pläne schmieden soll. Der offensichtliche Vorteil für die Clubs wären höhere Einnahmen. Sind diese Pläne real oder nur ein Druckmittel? Man muss wissen, dass die Verteilung der Einnahmen aus der Champions League Verhandlungssache ist. Wären die Topvereine zu (indirekter) Erpressung fähig?

Lassen Sie uns einen Blick auf die Zeit um 2014/2015 werfen: Damals ließ der FC Bayern prüfen, ob ein Ausstieg aus den europäischen Meisterschaften sowie der Bundesliga möglich wäre. Das Ende vom Lied: eine Reform der Champions-League, die (nicht nur) dem Münchner Club zugutekam. Wie der Chef-Justiziar der Bayern, Michael Gerlinger, beteuerte, war der Gedanke an einen Ausstieg aus der Bundesliga sehr schnell wieder vom Tisch.

Die Pläne für eine Superliga scheinen indessen konkreter zu werden. So berichtete der Spiegel über eine Beraterfirma, die dem FC Real Madrid konkrete Pläne für eine solche League vorgelegt hat. Dabei war auch die Rede davon, dass 16 Top-Clubs demnächst die Absichtserklärung unterschreiben – darunter Dortmund und der FC Bayern. Bis dato ist offiziell nichts über ein solches Schriftstück bekannt. Bayernboss Karl-Heinz Rummenigge ging im Interview davon aus, dass eine solche Supermeisterschaft kommen würde. Allerdings wären ihm keine konkreten Pläne oder Termine bekannt. Auch der BVB äußerte sich vorsichtig. Von einer konkreten Absichtserklärung der Dortmunder war dort nichts zu hören. Ist die Superliga eine Erfindung der Verschwörungstheoretiker? Vieles spricht dagegen. Wir können es nur mit Karl-Heinz Rummenigge halten und davon ausgehen, dass sie kommen wird. Alles andere wird die Zeit zeigen.

Fazit: Fußball ist ...

…nach wie vor eine der spannendsten Sportarten. Dabei wird die Spannung nicht nur auf dem Rasen erzeugt. Gerade die Top-Clubs sorgen regelmäßig für Schlagzeilen. Dem FC Bayern haben seine Skandälchen und Skandale bereits den Beinamen FC Hollywood eingebracht. Nun ist Fußball nicht der einzige Leistungssport, in dem es härter zur Sache geht. Manche würden behaupten, dass es beim Boxen viel schlimmer abläuft. Dass Fußballprofis, auf und neben dem Rasen, Menschen sind, ist klar. Dass Menschen eben menscheln, ist auch kein Geheimnis. Tatsächlich ist es gerade das, was Fußball für viele so spannend macht. Letztlich sind gerade die Top-Vereine auch Top-Wirtschaftsunternehmen, die nach Gewinnen streben. Von diesem Standpunkt aus ließen sich Gerüchte um eine Superleague entschärfen. Schließlich verraten Autokonzerne ebenfalls nicht Jahre vorher, was sie planen. Andererseits gelten sie aber auch nicht als moralische Vorbilder.

Es bleibt die Frage, wo die Grenze zwischen „Das sind auch nur Menschen“ und „Das geht zu weit“ liegt. Vielleicht sollten die Top-Vereine und ihre Vertreter künftig nüchterner betrachtet werden. Wenn FC Barcelona als Inbegriff von Moral und Anstand gesehen wird, dürfen gewisse Dinge nicht passieren. Ist die auffällige Transfer-Politik zwischen München, Turin und Madrid als Freundschaftssache zu bewerten oder wird hier eine rote Linie überschritten? Es sind Fragen, auf die es keine objektive Antwort geben kann. Die Fans haben sie bereits für sich entschieden.

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