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Der deutsche Frauenfußball in der Krise

Birgit Prinz – einstiger Star des deutschen FrauenfußballsQuelle: Wikimedia

Fußball ist die beliebteste Sportart in Deutschland. Vereine wie der FC Bayern gelten als Institutionen, ihre Spieler werden wie Rockstars verehrt. Im Gegensatz dazu sinkt die Popularität des Frauenfußballs immer mehr. Was läuft schief im Land der Weltmeister?

Sind Heldinnen nur im Kino gefragt?

Gleichberechtigung ist das Schlagwort der Neuzeit. Nachdem Frauen viel zu lange als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden, ist unsere Gesellschaft nun aufgewacht. Es gibt Frauenquoten in Großkonzernen. In Parkhäusern wurden Frauenparkplätze angelegt. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis eine neue Generation heranwächst, die den Kampf von Alice Schwarzer mit hochgezogenen Augenbrauen beurteilt. Wozu Feminismus, wenn doch alles gut ist? Sicher widerspricht die Realität dem noch in manchen Fällen. Dennoch hat sich viel getan.

Man erinnere sich nur an den Erfolg des Films Wonder Woman: Er wurde als feministisches Meisterwerk gefeiert. Die Hauptfigur überzeugte mit Mut, Charakter und Integrität – was für ein Unterschied zu frühen Filmerfolgen wie Tomb Raider, der für viele nur dank Angelina Jolies Brüsten Kinotickets verkaufte.

Tatsächlich mussten wir in Deutschland nicht auf Filme wie Wonder Woman und Captain Marvel warten, um Heldinnen in Aktion zu sehen: Wir hatten den Frauenfußball. Es gab eine Zeit, in der unser Land auf diesem Gebiet als federführend galt: Die Spielerinnen erfuhren Unterstützung und wurden gefeiert, als hätten Sie verraten, wie man im Online-Casino den Jackpot knackt.

Warnsignale aus der Bundesliga

Die Fußball-WM 2011 galt als Höhepunkt. Millionen von Menschen verfolgten die Spiele vor dem Fernseher. Auch die Stadien vor Ort waren gut gefüllt. Es schien endlich soweit zu sein. Doch das Interesse endete mit der WM. Seitdem flackert es kurzzeitig auf, um wieder zu verschwinden. Es scheint, dass unsere Fußballerinnen nur temporär gefragt sind – wenn WM oder EM ist.

Noch stärker tritt die Krise in der Bundesliga zutage. Hier kämpfen die Vereine mit einem wachsenden Zuschauerschwund. Ganze 800 Zuschauer kommen im Schnitt, wenn die Frauen den Rasen betreten. Sogar die Ausnahmen haben keinen Grund zum Feiern: Beim VfL Wolfsburg sind es rund 1.683 Menschen, die zum Spiel kommen. Potsdam und Frankfurt liegen mit rund 1.300 Besuchern ebenfalls über dem Durchschnitt.

Bei den Länderspielen träumen die Frauen von den Zeiten, als 45.000 Fans den Spielen beiwohnten. Beim Spiel gegen Japan waren es weniger als 5.000. Anerkennung sieht anders aus.

Birgit Prinz – einstiger Star des deutschen FrauenfußballsQuelle: Wikipedia

Ist die Krise ein deutsches Problem?

Es wäre voreilig, das mangelnde Interesse mit der Sportart zu begründen. Dafür läuft es in anderen Ländern viel zu gut. So verzeichnete die spanische Frauenliga sagenhafte 60.000 Besucher beim Spiel Madrid gegen Barcelona. Auch England kann mehr als Brexit: Dort kamen 45.000 Gäste zum Spiel der Damen von Chelsea und Arsenal. Allerdings wird dort auch alles getan, um den Frauenfußball zu fördern: Der Fußballverband investiert große Summen in Langzeitprogramme, um die Frauen zu unterstützen. Auch hiernach sucht man in Deutschland vergebens. Sogar ein Top-Verein wie der FC Bayern bildet keine Spielerinnen aus. Sie werden einfach eingekauft. Ein beunruhigendes Signal: Wenn alle nur noch kaufen, anstatt auszubilden, wird bald gar keiner mehr ausbilden.

Frauenfußball lohnt sich nicht

Aktuell können unsere Fußballdamen nur von den Gehältern träumen, die ihre männlichen Kollegen erhalten: 1.500 Euro für ein großes Spiel lassen sich schwer als Traumgage titulieren. Wenn die Männer dem Spielfeld Lebewohl sagen, haben sie meist ausgesorgt. Die Damen können höchstens ein paar Jahre Auszeit vom Studium nehmen, um über den Rasen zu hetzen. Man muss schon Überzeugungstäterin sein, um sein Leben dem Ball zu verschreiben. Reich wird man davon jedenfalls nicht.

Wie ließe sich die Krise beenden?

Manche sagen, es würde an Identifikationsfiguren mangeln – an Athletinnen, die wie Leuchttürme strahlen und die Öffentlichkeit begeistern. Sie sagen, die Krise hätte begonnen, als Persönlichkeiten wie Birgit Prinz oder Nia Künzer den Rasen für immer verließen. Tatsächlich könnte ein Aushängeschild alles verändern. Man denke nur daran, wie Steffi Graf Millionen Menschen für Frauentennis begeisterte. Oder wie die Fernsehserie „Anna“ unzählige Mädchen in die Ballettschulen zog. Liegt es daran? Fehlen dem Frauenfußball in Deutschland die Persönlichkeiten?

Die Antwort lautet: Nein! Heldinnen wachsen nicht auf Bäumen. Sie sind längst unter uns. Wir finden sie an jeder Straßenecke und auch auf dem Rasen. Wir müssen verstehen, dass Heldinnen nicht mit einem Scheinwerfer auf dem Rücken geboren werden. Es ist die Gesellschaft, die ihnen Aufmerksamkeit schenkt und sie dadurch strahlen lässt. Dazu bedarf es Unterstützung. Wir müssen unsere Heldinnen wieder in die erste Reihe rücken. Interesse kann nur dort entstehen, wo Neugierde geweckt wird. Solange Fernsehsender, Printmedien und Influencer dem Thema kaum Aufmerksamkeit schenken, kann kein Licht angehen. Dann werden die Scheinwerfer auf andere Themen und Personen gerichtet. Provokativ gesagt: Wer (außer Comicfans) wüsste, dass es eine Heldin namens Wonder Woman gibt, wenn Hollywood sich nicht für das Thema interessiert hätte? Wer wüsste, dass es Größen wie Lady Gaga, Beyonce oder Pink gibt, wenn niemand voller Begeisterung über sie berichtet hätte?

Welchen Einfluss solche Dinge auf die Popularität einer Sportart haben, zeigt sich am Boxsport: Seit die Medien das Interesse verloren haben, ist diese Sportart aus den Köpfen der meisten Menschen verschwunden. Es liegt nicht daran, dass wir keinen Henry Maske mehr haben. Tatsächlich existieren mehrere Boxer mit seiner Strahlkraft. Aber wir erfahren nichts von ihnen, weil niemand den Scheinwerfer auf sie richtet. Unsere Fußballfrauen hätten es verdient, im Rampenlicht zu stehen. Aber dazu müssen alle beitragen: die Vereine, die Medien und die Fans.

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