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Ist die Reinigung der Meere bald Realität?

Lebensstil

PlastikmüllQuelle: parley.tv

Die Ozeane sind die Wiege des Lebens. Hier entwickelten sich die ersten Lebensformen, um schließlich das Land für sich zu erobern. Sie ließen gewaltige Meere zurück, die bis heute von einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensformen und Spezies bevölkert sind. Die Liste reicht von Unterwasserpflanzen über Delfine bis zu den majestätischen Walen. Wenn sie es könnten, würden sie wohl auch die Meere verlassen. Der Grund: gigantische Müllberge, die von uns Menschen dort hinterlassen werden. Dabei geht es nicht nur um ästhetische Dinge. Die Rede ist von mehreren 150 Millionen Tonnen Plastikabfall, der täglich Leben kostet. Das Plastik schwimmt im Meer, wo es von Fischen verschluckt wird, die es für Nahrung halten, und dann qualvoll daran verenden. Auch Vögel sterben reihenweise aus demselben Grund. Nur, dass es hier Berge von Kunststoffabfall sind, die an den Stränden herumliegen. Auf einem Planeten, dessen Oberfläche zum größten Teil von Wasser bedeckt wird, ist dies eine ebenso traurige wie bedrohliche Entwicklung. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass alles Leben auf dem Planeten miteinander verbunden ist. Am Ende steht der Mensch, der seinen eigenen Lebensraum vernichtet, bis auch er vom Aussterben bedroht ist.

Eine Bedrohung der ganz neuen Art stellen Unterwasser-Hotel und -Vergnügungsboote dar. Obwohl noch Zukunftsmusik, erfreuen sie sich bereits jetzt hoher Nachfrage bei den Konsumenten. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie zum Alltag zählen. Tatsächlich stellen sie einen weiteren Beitrag dar, das natürliche Gleichgewicht der Meere empfindlich zu stören. Die Idee, von einem schwimmenden Unterwasser-Casino nach draußen zu blicken und die Meereswelt zu betrachten, während man sich dem Roulette, Black Jack oder Poker stellt, ist reizvoll. Dennoch sollen wir für uns prüfen, ob wir den Meeren (und damit am Ende uns selbst) wirklich einen Gefallen tun. Liegt dort wirklich eine gute Zukunft, oder wäre es besser für die Meere, uns stattdessen im Online-Casino zu vergnügen?

Wieso verschwindet das Plastik nicht von selbst?

Plastik ist ein synthetischer Stoff, dessen natürlicher Abbau sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. So benötigt eine Plastikflasche laut dem Bundesumweltamt bis zu 450 Jahre, bis sie vollständig zersetzt ist. Das ist viel zu lange, um „Platz zu schaffen“ für all die Kunststoffabfälle, die jeden Tag hinzukommen. Im Prinzip sind die Meere wie ein Mülleimer, der schneller mit Müll gefüllt wird, als er entleert werden kann. Die Folge: Das Plastik breitet sich immer mehr aus, und nimmt den Platz ein, den die Lebewesen für sich benötigen. Berechnungen gehen davon aus, dass es bis 2050 mehr Plastik als Fische im Wasser geben wird.

Eine ungewöhnliche Rettungsmission

Die Frage, wie die Meere vom Plastik gesäubert werden könnten, beschäftigt seit Langem die Gemüter. Bis ein junger Mann aus den Niederlanden beschloss, sich der Aufgabe zu widmen. Sein Name ist Boyan Slat, und er war 20 Jahre alt, als seine Mission für Aufsehen sorgte. Die Basis seiner Überlegungen lautet: Warum auf der Jagd nach Plastik durch den Ozean bewegen, wenn es von selbst zu uns kommt? Slats Idee beruht auf der Nutzung der natürlichen Meeresströmung, sowie der Verwendung gewaltiger, schwimmender Filter. Dabei sorgt eine Plattform auf dem Meeresboden für sicheren Stand. An der Wasseroberfläche würden Sammelarme all den Plastikmüll auffangen, der mit der Strömung angeschwommen kommt. Da sich der meiste Müll auf der oberen Wasserschicht (drei Meter Tiefe) befindet, reicht es, wenn die Filter ebenfalls nur drei Meter hinabragen. Dadurch würden die Filter auch keine Bedrohung für die Meeresbewohner darstellen, die einfach darunter hindurchschwimmen können. Als Boyan Slat 2013 zur Realisierung seines Projektes die Firma „The Ocean CleanUp“ gründete, war er 18 Jahre alt. Bereits 2017 hatte das Unternehmen 31,5 Millionen an Spenden erhalten. Darunter von Berühmtheiten wie dem PayPal-Mitbegründer Pether Thiel.

2018 ist es nun soweit. Slats Wasserfilter wird für einen ersten Testlauf im Meer installiert. Berechnungen zufolge könnte sein System in den ersten fünf Jahre die Hälfte des Plastikmülls aus dem Pazifik fischen. Tatsächlich wird jeder Wasserfilter pro Jahr 150.000 Pfund Plastik aufsammeln. Die dabei gesammelten Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung des Systems einfließen. Für Aufsehen und Diskussionen sorgt sein Projekt bereits jetzt.

Deutschlands Beitrag zur Rettung der Meere

Die Niederlande sind nicht das einzige Land, aus dem Helden hervorgehen. Eine weitere Persönlichkeit, die sich der Rettung der Meere verschrieben hat, ist weiblich und kommt aus Deutschland: Marcella Hansch arbeitet als Architektin in Aachen. Ihre Initialzündung fand statt, als sie in Kapverden tauchen war. Dabei schwamm sie nach eigener Aussage durch Wälder von schwebenden Plastikteilen. Zutiefst schockiert, begann die 32-jährige, nach einer Lösung zu suchen. Ihre Überlegungen resultierten in ihrer Masterarbeit und schließlich dem Projekt „Pacific Garbage Screening“. Ebenso beeindruckend: Sie benötigte nur sechs Monate, um eine Lösung zu finden.

Eine nähere Betrachtung zeigt, dass die Deutsche mit ihrer Idee die perfekte Ergänzung zu Slats Wasserfiltern sein könnte. Im Gegensatz zu diesen greift das Projekt der Deutschen kleinere Partikel auf, die in Tiefen schwimmen, die Slats Wasserfilter nicht erreichen. Es basiert auf einer 400 Meter langen Plattform, die 15 Meter aus dem Wasser ragt. Gleichzeitig reicht sie 35 Meter in die Tiefe hinab. Der Bereich, in dem die Strömung einiges an Plastik befördert. Die Plattform sorgt für eine punktuell beruhigte Meeresströmung. Als Folge transportiert der eigene Antrieb das Plastik nach oben, wo es eingesammelt und abgeschöpft werden kann.

Hanschs Beitrag geht jedoch noch weiter: Sie möchte den Plastikmüll nicht nur einsammeln, sondern zum Verschwinden bringen. Dies soll über einen Gasprozess stattfinden, der den Müll in Kohlendioxid und Wasserstoff verwandelt. Das Kohlendioxid soll zur Züchtung von Algen verwendet werden, aus denen sich biologisch abbaubarer Kunststoff herstellen lässt. Aus dem freigesetzten Wasserstoff wiederum ließen sich die Brennstoffzellen der Anlage speisen.

Marcella Hansch hofft, ihr Projekt in fünf Jahren real werden zu lassen. Bis dahin ist noch viel Arbeit zu leisten. Unter anderem muss der wissenschaftliche Beweis erbracht werden, dass ihre Idee auch in der Praxis funktioniert. Derzeit sucht die Architektin und Meeresretterin nach Geldgebern für ihr Projekt.

Jetzt sollen die Ozeane gereinigt werden, damit es dort weiter existieren kann.Quelle: Petchary's Blog

Alle Probleme gelöst?

Wenn es gelingt, die Ozeane vom Plastik zu befreien, muss der nächste Schritt daraus bestehen, weitere Verschmutzungen zu verhindern. Wie dieser Beitrag zeigt, ist auch dies keine Utopie mehr. Damit wären zwei sehr große, aber nicht alle Probleme gelöst. Es ist nicht nur Plastik, das die Meere verschmutzt. Sie dienen als Müllhalde für viel zu viele Dinge. Dazu zählt hochgiftiger Abfall, der bis heute auf dem Meeresgrund lagert. Teilweise in Fässern, deren Zerfallszeit deutlich kürzer als der von Plastikflaschen ist. Hinzu kommen Chemikalien, die bis heute ungehindert ins Meer fließen. Ganz zu schweigen von vergangenen Ölkatastrophen, die schwere Schäden am Ökosystem angerichtet haben. Ganz zu schweigen von potenziellen künftigen Katastrophen dieser Art. Eine weitere Bedrohung lautet Überfischung: Das Meer ist wie ein lebender Organismus, in dem jeder Teil eine wichtige Rolle spielt. Seine natürlichen Vorräte zu plündern, erzeugt ein Ungleichgewicht, das so auf Dauer nicht gut gehen kann.

Bei dem Blick auf die Meere darf nicht übersehen werden, dass die Ursachen für Ökokatastrophen in den Ozeanen sich nicht zwangsweise dort abspielen müssen. Dies zeigt sich beispielsweise in der Landwirtschaft. Dort wird nitrogenreicher Dünger verwendet. Sicher ließe sich einwenden, dass es sehr weit vom Acker zum Meer ist. Die Wahrheit ist, dass dieser Dünger das Meer erreicht: Er sickert ins Grundwasser und in Flüsse ein. Von dort wird er zum Meer transportiert, wo er das Algenwachstum ankurbelt. Das Problem ist, dass zu viele Algen dem Wasser den kompletten Sauerstoff entziehen. Aktuell hat dies bereits zu 400 sogenannten Todeszonen geführt.

Nicht zuletzt sind die Meere durch starke Geräuschpegel bedroht. Dies stammen von Schiffen, Bohrinseln und Sonargeräten. Sie beeinträchtigen die Fortpflanzung, Kommunikation und Orientierung von Meeresbewohnern wie Walen. Wie Forscher beobachteten, wehren die Wale sich mit lauten Rufen gegen die „akustische Verschmutzung“. Ein Kampf, den sie zu oft verlieren. In dem Fall werden Kreislauf und Gehirn so stark beschädigt, dass die Tiere orientierungslos werden und am Ufer stranden.

Wie der Klimawandel die Meere bedroht

Die Temperatur auf unserem Planeten ist innerhalb eines Jahrhunderts um ca. 0,6 Grad Celsius gestiegen. Die Meere reagieren nur langsam auf diese Veränderung. Hier betrug der Temperaturanstieg rund 0,1 Grad Celsius. Auf den ersten Blick keine große Sache. Tatsächlich ist dies: Die veränderte Wassertemperatur reicht schon jetzt aus, um die Ausbreitung von Krankheiten zu fördern. Ebenso führt sie dazu, dass fremde Arten einst intakte Ökosysteme erobern. Die dort heimischen Arten werden verdrängt, oder fallen den veränderten Lebensbedingungen zum Opfer. Ein drastisches Beispiel dafür sind die Krill. Sie dienen Robben und Pinguinen als Nahrung. Durch den Temperaturanstieg sinkt ihre Fähigkeit zur Fortpflanzung. Weniger Krill bedeutet weniger Nahrung für Pinguine und Robben. Dadurch sinkt ihre Zahl, was schließlich eine Kettenreaktion auslöst, die sich durch die gesamte Nahrungskette hindurchzieht.

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