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SAP ernennt eine Frau zum CEO

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Jennifer Morgan; SAP Quellen: SAP

Wir leben im Jahr 2019: Jeder von uns hat einen Computer in seiner Hosentasche, Filme und Musik kommen aus dem Internet, und wir können online Casino spielen, wo wir wollen. Das alles und so vieles mehr ist für uns selbstverständlich. Was es jedoch nicht ist, sind Frauen in Führungspositionen. Bis zum 11. Oktober 2019 stand keine einzige Frau an der Spitze eines Unternehmens, das Teil des Deutschen Aktienindex (DAX) ist. Und dann kam Jennifer Morgan.

Die erste DAX-CEO aller Zeiten

Den DAX, den Index der 30 wertvollsten deutschen Unternehmen an der Börse, gibt es seit Juli 1988 – seit mehr als 30 Jahren also. In dieser langen Zeitspanne wurde jedes der DAX-Unternehmen ausschließlich von Männern geführt. Daher war das, was am 11. Oktober 2019 geschah, historisch. Nach dem Rücktritt von Bill McDermott, der seit Februar 2010 Vorstandsvorsitzender von SAP war, berief die Software-Firma eine Doppelspitze für McDermotts Nachfolge. Neben dem erst 39 Jahre alten Christian Klein wird das IT-Unternehmen fortan von der 48-jährigen Jennifer Morgan geleitet. Doch ebenso, wie es eine Sensation ist, dass eine Frau CEO eines DAX-Unternehmens ist, ist es peinlich für die deutsche Wirtschaft. Denn in unseren Zeiten, in denen viel dafür getan wird, dass Männer und Frauen gleich behandelt werden, sind noch immer 29 der 30 DAX-Konzerne in männlicher Hand. Zumindest etwas anders sieht das zum Beispiel in den USA aus. Dort wird IBM seit Januar 2012 von Virginia Rometty geführt, General Motors seit Januar 2014 von Mary Barra. Dass sich Jennifer Morgan nun in die Riege der weiblichen CEOs eingereiht hat, hat sie zum Teil Bill McDermott zu verdanken – „natürlich einem Mann“, wie man sagen möchte.

Wer ist Jennifer Morgan überhaupt?

Jennifer Morgan, geboren im März 1971 im US-Bundesstaat Virginia, hat einen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre an der James Madison University in Harrisonburg (Virginia) gemacht. Nach dem Studium begann sie, als Kundenberaterin bei der Beratungsfirma Anderson Consulting, die heute Accenture heißt, zu arbeiten. Im Jahr 2000 ging sie zum Software-Unternehmen Siebel Systems, wo sie Business-Lösungen entwickelte. Bei Siebel Systems arbeitete zu dieser Zeit auch Bill McDermott, der wenig später zu SAP ging. Dorthin wollte er 2004 auch Morgan abwerben, was ihm gelang. Morgan stieg bei SAP rasch auf der Karriereleiter auf. Innerhalb von nur fünf Jahren wurde sie zur Präsidentin von SAP in Nordamerika. Im Jahr 2017 wurde sie zur SAP-Präsidentin von Amerika und Asien-Pazifik-Japan. Außerdem wurde sie in den Vorstand des Unternehmens berufen. Ebenfalls 2017 bekam sie von der New York Hall of Science den Distinguished Leadership Award verliehen. Im Jahr 2018 tauchte sie erstmals auf der Liste der 100 mächtigsten Frauen der Welt auf, die das Magazin „Forbes“ seit Jahren erstellt. Außerdem wurde sie 2019 vom „Fortune Magazine“ zu einer der 50 mächtigsten Business-Frauen der Welt ernannt. Im Oktober 2019 übernahm Morgan schließlich die Position ihres Mentors McDermott und wurde Vorstandsvorsitzende von SAP.

Firmenzentrale von SAP in Walldorf; Spin Palace BlogQuellen: MichaelBr90

Männer unterstützen Männer

McDermott hat sich allerdings nicht nur darum bemüht, Morgan zu einer Spitzenkraft von SAP aufzubauen. Ihm lag es generell am Herzen, dass Frauen die gleichen Aufstiegschancen haben wie Männer – nicht wegen ihres Geschlechts, sondern schlicht wegen ihrer Leistungen. Heute sitzen bei SAP jeweils neun Männer und Frauen im Aufsichtsrat, in der Führungsetage des Unternehmens sind zu einem Viertel Frauen. Das sind Werte, die nur wenige andere Firmen aus Deutschland vorweisen können. Der Grund dafür, dass es nur verhältnismäßig wenige Frauen an die Spitze von deutschen Unternehmen schaffen, liegt in einem über die vergangenen Jahrzehnte gewachsenen männlichen Machtvakuum. Männer in führenden Positionen kümmern sich noch immer in erster Linie darum, andere Männer an ihre Seite zu bringen oder zu ihren Nachfolgern zu machen. Das hat auch viel mit den Rollen zu tun, die die beiden Geschlechter seit Jahrzehnten einnehmen und die nur langsam aufbrechen. Während sich Männer voll und ganz auf ihre Karriere konzentrieren können, sind Frauen zusätzlich zu ihrer beruflichen Laufbahn mit Aufgaben wie der Haushaltsführung und der Kindererziehung betraut. Diese Doppelbelastung sorgt meist dafür, dass Frauen kaum Zeit dafür haben, berufliche Netzwerke aufzubauen, und dass die meisten von ihnen über kurz oder lang das Streben nach Höherem aufgeben.

Vermeintliche Schwächen als Stärken

Auch Jennifer Morgan hat zwei Söhne. Um die kümmerte sich aber ihr Mann Michael, während sie ihre Karriere bei SAP vorantrieb. Als Michael einen schweren Skiunfall hatte und zeitweise nicht die Kinder umsorgen konnte, bekam die Familie wie selbstverständlich Hilfe von SAP. Den Unfall ihres Mannes und dessen Folgen betrachtet Morgan heute als wichtigen Punkt in ihrer Karriere. Dadurch hat sie nämlich gelernt, Dinge, die sie zuvor als Schwäche betrachtet hat, nicht mehr als solche zu sehen. Vielmehr legte sie fortan Wert darauf, dass die Führungspersonen, mit denen sie zu tun hat, auch Schwächen zeigen dürfen, ohne dafür verurteilt und als unfähig abgestempelt zu werden.

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