Jetzt registrieren

Erhalten Sie €1000 bonus

1. Einzahlung - bis zu 100% Bonus • 2./3. Einzahlung - bis zu €400 Bonus • Nur für Neukunden • Mindesteinzahlung €10 • Durchspielbedingung: 70x

Angebotskonditionen

Registrieren

Warum Deutschland die AfD braucht

AfD Parteitag Quelle: Berliner Zeitung

„Ein Gespenst zieht durch Europa“ – ein historischer Ausspruch, dem mittlerweile viele wieder zustimmen würden. Die Rede ist vom Aufschwung politischer Parteien mit starker Rechtsausrichtung. Sie haben Länder wie Ungarn und Österreich erobert und in Frankreich für Wirbel gesorgt. In Deutschland ist es die AfD, die etablierten Parteien Kopfschmerzen bereitet. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht mindestens ein Spitzenpolitiker das Verhalten des ungeliebten Neuzugangs im Parlament beklagt. Vermutlich wünschen sich viele ein schwarzes Loch herbei, durch das man die Rechtspopulisten einfach verschwinden lassen kann. Diese Hoffnung wird nicht aufgehen. Die AfD ist Realität und Ignorieren hilft nicht. Wenn man die Brille der Empörung abnimmt, zeigt ein tieferer Blick, dass ihre Existenz gar nicht so überflüssig ist. Die AfD kam zum rechten Zeitpunkt. Dies zu erkennen setzt nicht einmal voraus, dass man sie mag. Fakt ist: Sie bringt einen Teil der Demokratie zurück, der lange Zeit nicht mehr existierte. Nebenbei bemerkt: Wie lange ist es her, dass Debatten im Bundestag fast so spannend waren wie eine Runde Poker im Online Casino? Die AfD tut der politischen Landschaft in Deutschland gut!

Wie Politik sein sollte (und einst war)

Es gab eine Zeit, in der Politik spannend war. Man erinnere sich nur an die Reden von Franz Josef Strauß, der seinen Kritikern wütend gegenübertrat. Auch die Zeiten, in denen Helmut Schmidt oder Willy Brandt Kanzler waren, zeichneten sich durch lebhafte Debatten im Bundestag aus. Da wurden Argumente abgefeuert, die „Pfeffer hatten“ und erst einmal widerlegt werden mussten. Politik war glaubwürdig. Man nahm es den Volksvertretern ab, dass sie hinter ihren Positionen standen. Am Ende wollten alle das Beste für Deutschland, nur die Sichtweisen widersprachen sich – was auch normal ist, wenn Parteien unterschiedliche Teile der Bevölkerung vertreten. Eine Gesellschaft lebt von Vielfalt, auch im Meinungsbereich. Die Kunst besteht darin, alle Meinungen und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Und das gelang: Es wurde debattiert, gestritten – und am Ende eine Lösung gefunden. Glaubhafte Politik voller Herzblut. Und dann ging das Licht aus. Bis die AFD kam...

Vom Land, das in Selbstzufriedenheit erstarrte

Kennen Sie den? Treffen sich zwei Politiker. Der eine fragt: „Herr Kollege, was haben Sie gestern in Ihrer Rede zum Thema Jugendarbeitslosigkeit gesagt?“ „Nichts.“ „Ich weiß, aber wie haben Sie es formuliert?“

In Deutschland wurde es irgendwann normal, zu reden, ohne etwas damit zu sagen. Wozu auch? Am Ende hatte Deutschland eine „Partei der Mitte“, die so links war, dass man sich (zynisch) fragen konnte, wozu überhaupt eine Linkspartei notwendig ist. Plus eine große Koalition, in der die mächtigsten Parteien der Republik verbunden waren. Opposition? Das hatten wir gestern. Ohne macht es mehr Spaß. Der Rest begnügte sich oft mit dem Hinweis, dass „wir Frau Merkel unterstützen, wenn …“. All dies mag zynisch und übertrieben klingen. Dennoch ist es nicht ganz von der Hand zu weisen, vor allem aus Sicht der Bevölkerung, von der sich viele schon längst nicht mehr vertreten fühlten. Ein schlechtes Zeugnis für Volksvertreter.

Auf der „Jagd“: Alexander Gauland Parteichef: Alexander Gauland       Quelle: Wikipedia

Und plötzlich ist alles anders

Mit dem Einzug der AfD in den Bundestag gehört die Trägheit der Vergangenheit an. Die Kampfansage „Wir werden sie jagen!“ ist wahr geworden. Die AfD provoziert, verweigert den Bruderkuss und lässt keine verbale Seifenblase ungestraft durchgehen. Und plötzlich hat Deutschland wieder eine echte Opposition! Nicht eine, die aus Prinzip gegen alles ist, was die anderen tun, sondern eine Opposition, die die Erstarrung aufbricht und die Regierung immer wieder herausfordert. In gewisser Weise ist sie die Säure, die den Rost wegfrisst. Für CDU, SPD und Co. stellt dies eine echte Herausforderung dar. Man hat den Eindruck, dass die Alteingesessenen immer noch nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Die erste Reaktion waren kindische Spielchen: „Wir wollen nicht neben denen sitzen.“ Dann: „Wir ignorieren sie einfach.“ Dieses Verhalten würde man eher von beleidigten Kindern erwarten, nicht aber von Erwachsenen, die Verantwortung für Millionen von Menschen tragen.

Nachdem der erste Schock überwunden ist, geht es in die nächste Phase. Es wird debattiert, gestritten und argumentiert. Intelligenz ist nicht mehr darauf beschränkt, Spesenrechnungen abzugeben oder den Chauffeur zu bestellen. Sie wird benötigt, um den „wilden Gesellen von rechts“ Paroli zu bieten. Viel zu oft beschränkt sich das Verhalten noch auf „das Gewehr der Neuzeit“: Empörung. Aber Empörung hat noch nie etwas Konstruktives hervorgebracht. Oder kennen Sie ein Kind, das eine großartige Sandburg gebaut hat, indem es schmollend im Sandkasten saß? Eben. Immerhin wird es allmählich besser.

Die Zukunft der AfD

Aktuell lässt sich nicht sagen, wo die neue Rechte enden wird. Wird sie am Schluss ebenso in Selbstgefälligkeit erstarren wie ihre Vorgänger links und in der Mitte? Aktuell sieht die Partei sich als funktionierende Opposition und genau da liegt ihr Segen: Deutschland hat wieder eine echte Opposition, und eine Politik, die diskutiert, anstatt einfach nur empört zu sein. Eine Politik, die wieder alle Meinungen berücksichtigen und sich ihnen stellen muss. Das ist Demokratie!

Registrieren
6 Wege, wie man sich als Chef der Generation Z unbeliebt macht Deutsche Chancen bei der Vierschanzentournee