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Was am BAföG-Reform negativ ist

Studenten der Hochschule Karlsruhe; HsKAgoemQuellen: Pixabay

Der Wochenplan eines Studenten ist normalerweise prall gefüllt. Neben Vorlesungen und Seminaren muss er etwa für Prüfungen lernen, Referate vorbereiten und Hausarbeiten schreiben. Für viele Studenten bleibt angesichts dieser Fülle an Aufgaben nicht allzu viel Zeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wer nicht das Glück hat, Teil einer wohlhabenden Familie zu sein, ist auf andere Einnahmequellen angewiesen. Eine Möglichkeit ist es, regelmäßig im Casino online zu spielen, allerdings hängt der Erfolg sehr vom Glück ab. Verlässlicher ist da schon die staatliche Unterstützung in Form von BAföG. Weil die Zahl der Personen, die die Ausbildungsförderung beantragen, in den vergangenen Jahren rückläufig war, hat das Bildungsministerium jüngst eine Reform beschlossen. Aber ist es generell eine gute Idee, jahrelang von BAföG zu leben?

Weniger BAföG-Bezieher 

Im Jahr 2012 erhielten rund 670.000 Studenten BAföG. Fünf Jahre später waren es weniger als 560.000 Studenten. Die Anzahl aller Personen, die die staatliche Ausbildungsförderung in Anspruch nahmen, sank von etwa 980.000 im Jahr 2012 auf 780.000 im Jahr 2017. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Studenten in diesen fünf Jahren von knapp 2,4 Millionen auf rund 2,8 Millionen. Die gegenläufigen Zahlen sind ein deutlicher Indikator, dass das BAföG in jüngster Vergangenheit immer mehr an Attraktivität verloren hat. Das liegt zum einen daran, dass viele Studenten die staatliche Förderung nicht benötigen. Möglicherweise haben sie wohlhabende Eltern oder einen Partner, der sich bereits im Berufsleben befindet. Zum anderen verzichten zahlreiche Studenten darauf, BAföG zu beantragen, obwohl sie Anspruch darauf hätten. Das geschieht zum Beispiel deshalb, weil sie den Prozess zu kompliziert finden oder Angst davor haben, sich zu verschulden.

Vorlesung an der RWTH Aachen; TrexerQuellen: Wikimedia

Mehr Geld fürs Wohnen

Grundsätzlich will der Staat mit überarbeiteten Regelungen zum BAföG dafür sorgen, dass Studenten aus finanziell schwierigeren Verhältnissen bessere Chancen auf eine Förderung haben. Dafür will er bis 2022 etwa 1,8 Milliarden Euro mehr für die finanzielle Unterstützung von Schülern, Studenten und Auszubildenden ausgeben. Unter anderem soll der Höchstsatz von derzeit 735 auf 861 Euro erhöht werden. Der Teilbetrag, der am meisten angehoben werden soll, ist die Wohnpauschale. Von derzeit 250 Euro soll sie auf 325 Euro anwachsen. Damit reagiert das Bildungsministerium darauf, dass die Mietpreise in den vergangenen Jahren stark angestiegen sind und die Wohnkosten das Budget vieler Studenten enorm belasten. Allerdings erhalten nur wenige Studenten die angegebenen Höchstsätze, die meisten müssen sich mit geringeren Beträgen zufriedengeben. Weitere Änderungen an den derzeitigen BAföG-Regelungen betreffen die Gehälter der Eltern sowie die Anrechnung des Vermögens der Studenten.

Kritik an der Reform

Generell ist eine BAföG-Reform sehr gut. Vielen Experten gehen die Schritte jedoch nicht weit genug. Sie sind der Meinung, dass sich die Maßnahmen nicht an den derzeitigen Entwicklungen orientieren. Die Mietpreise sind deutlich stärker angestiegen, als es die geplante Erhöhung der Wohnpauschale vermuten lässt. So zahlt ein Student in München durchschnittlich rund 600 Euro für ein Zimmer in einer WG. Im Hamburg sind im Schnitt 450 Euro fällig, in Berlin etwa 420 Euro. Angesichts dessen reichen die geplanten Höchstsätze bei weitem nicht aus, um die Mietkosten in diesen Städten zu decken. Anders sieht es dagegen in kleineren Städten in Ostdeutschland aus. In Ilmenau, Chemnitz und Freiberg etwa zahlen Studenten durchschnittlich nur 230 Euro für ein WG-Zimmer. Nur unwesentlich mehr ist es in Cottbus, Halle (Saale) und Erfurt. An diesen Zahlen ist zu erkennen, dass es ungerecht ist, die BAföG-Höhe unabhängig von der Region festzulegen, in der der Student wohnt. Auch die Erhöhung der Elternfreibeträge wird als unrealistisch wahrgenommen. Übersteigt das gemeinsame Gehalt der Eltern des Studierenden eine bestimmte Summe, hat der Studierende keinen Anspruch auf BAföG.

Wie BAföG zurückgezahlt wird

So praktisch es auch ist, während der Studienzeit von der staatlichen Unterstützung zu leben, so schwierig ist es danach. Denn im Gegensatz zu Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld handelt es sich beim BAföG um ein Darlehen, das an den Staat zurückgezahlt werden muss. Dabei gelten verschiedene Regelungen, die die Rückzahlung vereinfachen. So muss nur die Hälfte der Summe zurückgezahlt werden, die noch dazu höchstens 10.000 Euro beträgt. Außerdem muss mit der Rückzahlung erst fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer begonnen werden. Sollte der einstige BAföG-Empfänger zeitweise nicht in der Lage sein, die monatlichen Raten zu begleichen, kann ihn der Staat für diese Zeit freistellen. Erst wenn er finanziell wieder auf sicheren Beinen steht, muss er die Rückzahlung fortsetzen. Sollte es ihm dagegen möglich sein, eine größere Summe auf einmal zu bezahlen, wird ihm ein gewisser Prozentsatz davon erlassen.

Lieber darauf verzichten

All diese Vorteile bei der Rückzahlung täuschen jedoch nicht darüber hinweg, dass das BAföG einem jungen Menschen Schulden beschert. Vor allem beim Einstieg ins Berufsleben sind die Gehälter alles andere als üppig, weshalb es besonders schwierig ist, die regelmäßigen Tilgungsraten zu entbehren – zumal diese mit der geplanten Reform von 105 auf 130 Euro im Monat angehoben werden sollen. Verständlicherweise ist es nicht einfach, neben dem Studium einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Ebenso wenig möchte ein Student nicht mehr finanziell von seinen Eltern abhängig sein. Nichtsdestotrotz sollten Studenten darüber nachdenken, auf die Beantragung von BAföG zu verzichten. Stattdessen sollten sie sich andere Möglichkeiten überlegen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Spätestens fünf Jahre nach Ende ihres Studiums werden sie froh darüber sein, dass sie diesen Schritt gegangen sind.

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