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Wenn Männer Opfer häuslicher Gewalt werden

Auch Frauen verprügeln ihre Partner.Quelle: Pixabay

Geht es um das Thema häusliche Gewalt, denkt fast jeder an Frauen, die Opfer gewalttätiger Männer werden. Dass es auch umgekehrt sein kann, ist für die meisten unvorstellbar. Es sei denn, sie zählen zu den Betroffenen. Es folgt ein Blick in eine Welt, die meist totgeschwiegen wird.

Beispiele, die aufhorchen lassen

Josef K. (Name geändert) führte eine harmonische Beziehung – bis zu dem Tag, an dem seine Partnerin einen Wutanfall bekam. Sie rastete aus und trat ihm vor gemeinsamen Freunden zwischen die Beine. In den folgenden Jahren nahmen die Übergriffe zu. Sie schlug auf ihn ein, verprügelte ihn und schlug ihm dabei sogar mehrere Zähne aus. Es dauerte lange, bis er den Mut hatte, zur Polizei zu gehen. Diese verwarnte die Freundin und fuhr wieder. Falls er auf Besserung hoffte, wurde er enttäuscht: Die Prügelattacken nahmen zu, ebenso deren Heftigkeit. Schließlich stach sie mit einem Steakmesser auf ihn ein. Als Folge wurde der Mann einer Notoperation unterzogen, bei der die Überlebenschancen 50 Prozent betrugen. Seine Partnerin ging wegen der Tat für vier Jahre ins Gefängnis. Es stellt sich die Frage, was passiert wäre, wenn sie ihn einfach weiterhin verprügelt hätte.

Tatsächlich gibt es viele Fälle, in denen es nicht so weit kommt. Der Mann wird verprügelt, getreten, gebissen und gekratzt – oft wegen der kleinsten Anlässe. So berichtete eine Täterin, ihren Mann verprügelt zu haben, weil er sein Handy mit aufs Klo nahm. Sie hatte es ihm verboten. In ihrer Schilderung war von Reue keine Spur. Er hätte ihrem Befehl nur folgen müssen. Welche Möglichkeit blieb ihr denn, als ihn zu verprügeln? Es war nicht das erste und sicher auch nicht das letzte Mal.

Gewalt an Männern ist ein Tabuthema

Die wenigen Opfer, die darüber sprechen, erzählen sehr ähnliche Geschichten. Die Partnerin leidet oft an psychischen Problemen. Andere sind einfach nur herrschsüchtig und aggressiv. Viele Männer zittern, wenn die Partnerin abends nach Hause kommt. Wenn sie einen schlechten Tag hat, geschieht das Unvermeidliche: Sie brüllt, beschimpft und verprügelt ihn schließlich. Diese Situation kennen weibliche Opfer nur zu gut. Dass es auch andersherum geht, ist hingegen neu. Besser gesagt: Es ist neu, dass darüber gesprochen wird. Tatsächlich ist häusliche Gewalt gegen Männer ein altes Thema – genau wie das Schweigen darüber. Die wenigen, die zur Polizei gingen, wurden oft ausgelacht. Gleiches widerfuhr ihnen im Bekanntenkreis. Es scheint, dass die Gesellschaft hier mit zweierlei Maß misst. Ein Experiment verdeutlicht dies:

Die versteckte Kamera als Beweisführer

In einer Fußgängerzone beginnt ein Paar zu streiten. Der Mann beschimpft seine Partnerin. Er herrscht sie an, schubst sie und greift ihr brutal ins Gesicht. Bereits nach den ersten Beschimpfungen werden die Menschen in der Umgebung hellhörig. Als der Mann handgreiflich wird, eilen aus allen Richtungen Passanten herbei, um die Frau zu beschützen. Sie reden auf den Mann ein und drohen ihm, die Polizei zu rufen. Was sie nicht wissen: Der Vorfall ist gestellt.

Der Vorfall wird wiederholt – nur, dass es jetzt die Frau ist, die ihren Partner beschimpft. Sie schubst ihn, schreit ihn an und schließlich greift sie genauso brutal zu wie er im ersten Beispiel. Alles ist identisch, aber nicht die Reaktionen, die der Vorfall erzeugt: Die meisten Fußgänger achten gar nicht darauf. Ein paar schauen belustigt zu. Als die Frau den Mann brutal angreift, kichern sogar mehrere. Das Video wurde ins Netz gestellt. Die Reaktionen sind ebenso verhalten, wie sie es an Ort und Stelle waren.

 

Was sagen die Zahlen?

Ebenso zurückhaltend wie die Zuschauer in dem Video sind die Opfer, wenn es darum geht, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Von daher sind Statistiken noch knapp gesät. Das Robert-Koch-Institut ist einer der Vorreiter. In einer Umfrage wurde mit 6.000 Erwachsenen über ihre Erfahrungen mit häuslicher Gewalt gesprochen. 3,8 Prozent der Frauen gaben an, im vergangenen Jahr gegenüber ihrem Partner gewalttätig geworden zu sein. Von den Männern bekannten sich aber nur 3,3 Prozent zu ihrer Rolle als Gewaltopfer. Der Rest schweigt.

Ab wann ist es Gewalt?

In allen Fällen gilt es, zwischen psychischer und physischer Gewalt zu unterscheiden. Die genannten 3,8 Prozent bezogen sich auf körperliche Gewalt. Noch höher dürften die Fälle psychischer Gewalt sein. Hinzu kommt sexueller Missbrauch. Auch hier häufen sich die Fälle – besser gesagt: die Zahl der Männer, die ihr Schweigen brechen. In den meisten Fällen belassen sie es dabei, die Beziehung irgendwann zu beenden. Oder sie bleiben und ertragen schweigend ihr Los.

Leider läuft die Realität nicht so harmlos ab. Quelle: Pixabay

Männerhäuser sind rar gesät

Werden Frauen von ihren Partnern geschlagen oder vergewaltigt, flüchten sie oft in ein Frauenhaus. Derzeit existiert ein bundesweites Netz an solchen Einrichtungen. Männerhäuser hingegen sind noch rar gesät. Wie einer der Betreiber verriet, sind seine Gäste nicht bereit, mit der Presse über ihre Erfahrungen zu sprechen. Sie möchten auch nicht gesehen werden. Ihr einziger Kontakt ist der Betreiber. Aber auch ihm gegenüber sind sie verschlossen. So sprechen nahezu alle davon, „eine Auszeit zu benötigen“. Sätze wie „Meine Frau verprügelt mich regelmäßig“ oder „Ich werde in meiner Ehe vergewaltigt“ sind kaum zu hören.

Was bringt die Zukunft?

Wird es bald eine #metoo-Bewegung für Männer geben? Im Prinzip wäre es wünschenswert. Jegliche Art von Gewalt in der Partnerschaft ist eine schwere Straftat, egal, von wem sie ausgeht. Dazu muss sich aber die Gesellschaft ändern. Solange die Reaktion überwiegend Spott ist, werden die Betroffenen weiter schweigen. Ihnen ist zu wünschen, dass sie im Online-Casino den Jackpot knacken und mit dem Gewinn weit weggehen!

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